Abschied von Peloponnes

Weil es in den Bergen immer wieder mal regnet, wollen wir die letzte Nacht auf Peloponnes an einem Strand verbringen. Kurze Suche, dann haben wir 50 Kilometer weiter einen schönen Platz direkt am Strand gefunden. Die Regenschauer der letzten Tage waren mit Saharasand versetzt, deshalb sieht unser Auto total versaut aus. Die Nacht ist, bis auf die laute Brandung, ruhig.

Die Sonne scheint und bei geöffneter Schiebetür schauen wir vom Bett aus auf die tosende See. Nach dem Frühstück fahren wir nach Patras und erledigen noch ein paar Einkäufe im griechischen Supermarkt.

In Patras herrscht Verkehrschaos, deshalb weiche ich genervt auf eine Umgehungsstraße aus. So kommen wir zu den alten Fähranlegern bei der großen Brücke. In einer „Kantina“, einer Imbissbude mit Sitzgelegenheit, holen wir uns Suflaki zum mitnehmen. Nach dem Essen gehts über die Autobahn zurück zum Hafen. Hier drehen wir eine Ehrenrunde, bis uns ein Polizist erklärt, wo wir die Hafenbüros für die Tickets finden. Echt blöd, wenn Gebäude und Schilder zugewachsen sind und Hinweisschilder nicht stimmen.

Nachdem wir die Ticket in den Händen haben, gehts wieder zu dem Polizisten, danach weiter zur Grenzkontrolle. Polizei und Soldaten suchen in den Fahrzeugen nach Illegalen Reisenden. Bei uns muss ich im Heck den Blick auf die Rückseite der Sitzbank frei machen.

Zum Glück steht die Superfast XI schon am Kai, sonst wüßten wir nicht, wo wir hin sollen. Ich gehe nochmal los um ein Foto vom Schiff zu machen, als es plötzlich heißt: „losfahren“. 

Ruckzuck werden wir auf das unterste Deck geleitet und müssen dort total eng einparken, obwohl nur wenige Fahrzeuge an Bord kommen. Immerhin sind wir 90 Minuten vor Abfahrt in unserer Kabine und können die Zeit zum duschen nutzen.

In der Nacht habe ich mir das Beladen in Igoinitza angesehen. Ein Schauspiel, diesmal bei Nacht. Sechs Einweiser leiten die LKW parallel auf das Schiff. Dabei kommt es immer wieder zu Missverständnissen und die LKW stehen Kreuz und quer. Um den letzten LKW kümmern sich alle Einweiser, sodass dieser erst links, dann rechts, dann doch wieder links und schließlich rückwärts aufs Schiff gelotst wird.

Die Fahrt nach Ancona ist ruhig. Wegen der schlechten Erfahrung auf der Hinfahrt, Frühstücken wir auf der Kabine. Dazu wollten wir uns noch ein paar Croissants aus dem Restaurant holen, aber es gab keine. Also nur Weißbrot, Marmelade und Co auf der Kabine.

Nach der Ankunft in Ancona dauert es eine Weile, bis wir in unseren Bus können. Die Heimfahrt über die Autostrada zieht sich etwas in die Länge weshalb wir an der Brennerautobahn eine Übernachtung einschieben. In Reutte machen wir noch einen interessanten Abstecher in ein Paradies für Califahrer, der Bullishow.

Fazit unserer Reise: Wir kommen bestimmt wieder, Peloponnes 😀

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