LOFOTEN 2019 – VOM ORKAN GETRIEBEN /12

Ich mache mich gleich auf die Suche nach einem geeigneten Standort für Nordlicht. Meine erste Wahl ist unser Übernachtungsplatz vom letzten Sommer. Hier schiebt gerade ein Schneepflug eine Schneise in den Schnee. So können nämlich die Gruppen der kommerziellen Nordlichtbeobachter leichter den Aussichtspunkt erreichen. Mir ist es hier etwas zu voll, deshalb fahre ich durch den Tunnel auf die Straße nach Skulsfjord. 

Nordkapp_2019-4094

In einer geräumten Ausweichbucht stelle ich den Bus ab und platziere am Straßenrand die Kamera. Es dauert nicht lange und der Bus einer geführten Nordlichttruppe steht auch in der Bucht. Kurz darauf stehen hier noch zwei Autos. Ständig gehen irgendwelche Lampen an oder Leute laufen umher. Das Fotografieren ist nicht so einfach, trotzdem gelingen mir die ersten Nordlichtfotos. Die Suche nach einem weiteren Fotostandort gestaltet sich schwierig, denn an jeder möglichen Stelle stehen schon Autos und viele Fotografen. Auf den Straßen brausen die Mietwagen mit hohen Geschwindigkeiten von Ort zu Ort.

Ein weiteres Problem sind die modernen Autos. Häufig bleiben Leute in den Autos sitzen und lassen den Motor laufen, es wird ja sonst kühl. Dabei schaltet sich aber das Tagfahrlicht ein und sorgt in der Dunkelheit für grelle Lichtquellen.

Ich hatte ja angenommen, dass es auf den Lofoten schon ziemlich voll ist mit Fototouristen, aber hier um Tromsö ist es der helle Wahnsinn. Der Flughafen und die vielen Hotels machen es leicht, mal für vier oder fünf Tage zum Nordlichtgucken nach Tromsö zu kommen. Auch die Anbieter der geführten Nordlichttouren sind zahlreich vorhanden und gut gebucht.

In Skulsfjord finde ich zwar noch ein paar nette Motive, aber leider wird das Nordlicht schwächer. Nach Mitternacht ist es kaum noch zu erkennen und alle fahren zurück in die Hotels. Jetzt kann ich auch auf dem ursprünglich vorgesehenen Platz in Ruhe übernachten.

Ein Kommentar

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  1. Atemberaubende Fotos und überhaupt finde ich Deine Reise grandios. Allerdings hätte ich nicht gedacht, dass Tromsö wegen der Nordlichter dermaßen überlaufen ist. Hmm…
    Liebe Grüße
    Inge

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