Dampfzüge und Erbsensuppe

Wohin in den Osterferien, wenn das Wetter in Mitteleuropa immer noch von Tiefdruckgebieten dominiert wird?
Spontan fiel unsere Wahl auf den Harz als schnell erreichbares Reiseziel.
Auf Landstraßen haben wir über Dransfeld, Sankt Andreasberg und Braunlage den Bahnhof Drei Annen Hohne angesteuert. Die aus Wernigerode kommende Schmalspurbahn führt hier weiter nach Nordhausen und zweigt zum Brocken ab.

Erbsensuppe aus der Feldküche

Am großen gebührenpflichtigen Parkplatz steht schon seit Jahren tagsüber eine Feldküche, aus der Erbsensuppe verkauft wird. Wir haben beim Fahren ziemlich getrödelt und ich befürchte, dass es keine Suppe mehr gibt. Doch wir haben Glück und so wird die Eisenbahn für uns zur interessanten Kulisse, während wir die leckere Erbsensuppe löffeln. Übrigens wird bei Kukki’s Erbsensuppe kein Plastikgeschirr verwendet.

Drei Dampfzüge

Am Nachmittag treffen in Drei Annen Hohne aus allen Richtungen Züge ein, so dass auf jedem Gleis ein Dampfzug wartet. Planmäßig drei Dampfzüge in einem Bahnhof, – dies dürfte einmalig in Europa sein.

Auf dem mittleren Gleis steht ein sogenannter Traditionszug. Er besteht aus besonders alten Fahrzeugen, die sich in ihrer historischen Ausführung von den Regelfahrzeugen unterscheiden.

Nach dem Essen schauen wir uns die Ausfahrt der Dampfzüge an und cruisen dann zu unserem Übernachtungsplatz bei Sankt Andreasberg. Der ist mir schon vom letzten Winter bekannt. Etwas Abseits einer wenig befahrenen Straße verbringen wir eine ruhige Nacht.

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