Autostrada und Maut

Im Gegensatz zu norwegischen Autobahnen ist das befahren der italienischen Autostrada vergleichsweise günstig. Beim durchfahren der ersten Kontrollstelle, ziehen wir uns ein Ticket. In unserem Fall erfolgt dies an der Station in Sterzing. Jetzt können wir fahren soweit wir wollen. Bezahlt wird dann am Ende der Mautpflichtigen Straße. An der Mautstation bei Venedig gibt es mehrere Fahrspuren zu den Zahlstellen. Wir fahren ganz souverän an den Automat für Kartenzahlung. Geht ja auch ganz einfach: 1. Ticket rein, 2. Kreditkarte rein, 3. Karte raus, 4. Quittung ziehen, 5. Schranke auf. Blöderweise bin ich nur bis Punkt 1.B gekommen – Kreditkarte hektisch suchen. Verflixt, wo ist das Ding nur? Schnell EC Karte in den Automat – die will er aber nicht. Andere EC Karte, – geht auch nicht. Zwischenzeitlich ertönt eine Italienische Stimme aus dem Automat, die ich aber nicht verstehe. Sicher will Sie mir nicht mitteilen, dass die Schlange hinter mir immer länger wird.

Nach einigen Minuten hektischer Suche nach der Kreditkarte wird endlich ein Kassenbon ausgedrückt und die Schranke hebt sich. Endlich, – jetzt darf ich den Betrag wahrscheinlich überweisen und einen Aufschlag erheben Sie anscheinend auch nicht. Die Fahrt kann weiter gehen. Nein, nicht so schnell, denn 200 Meter weiter stellt sich ein Polizist in meinen Weg und weist mir unmissverständlich einen Halteplatz am Straßenrand zu. Oh oh. 
„Sie müssen die Straße bezahlen“, teilt mir der strenge aber freundliche Carabinieri mit. Dann muss ich Führerschein und Personalausweis abgeben. Nach einigen Erklärungsversuchen darf ich eine Schranke passieren um dann im Verwaltungsgebäude die ausstehende Maut zu bezahlen.

Bevor ich ins Gebäude gehe, mache ich mich noch einmal auf die Suche nach der Kreditkarte. Vielleicht beim Tanken in Irschenberg liegengelassen? Anruf bei der Tanke: „Nein, hier ist keine Karte liegengeblieben“. Naja, dann erstmal bezahlen. 

Im Gebäude befindet sich eine Zahlstelle mit Panzerglas, hinter der ein älterer Herr mit den Tücken des Computersystems kämpft. Dadurch bleibt mir Zeit, den letzten Zahlvorgang mit der Karte in Gedanken nachzuvollziehen. Danach bin ich mir sicher, die Karte muss im Bus sein. Juhu, Ich finde sie tatsächlich im Innenfutter des Portemonnaies. Dort muss ich sie aus Versehen reingeschoben haben. Nach gründlicher Prüfung meines Zahlungsbeleges bekomme ich meine Papiere bei den Polizisten auf der Autobahn zurück. Jetzt kann es endlich weiter gehen.

Naja, wir haben es nach Sonnenuntergang tatsächlich bis nach Punta Sabbioni geschafft. Jetzt vor Ostern ist die Auswahl an offenen Campingplätzen nicht groß. So haben wir uns den Campingplatz Miramare ausgesucht, der sich in Laufweite zu dem Schiffsanleger nach Venedig befindet.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: