Vier Schiffe und ein Bus – 37

Da ich als einer der ersten am Check-Inn war, kann ich mir jetzt aus der ersten Reihe das Entladen der Fähre anschauen. Es dauert nur eine halbe Stunde, dann kann ich an Bord fahren. Ungewöhnlich finde ich, dass der Bus mit Keilen vor den Rädern gesichert wird. Naja, die werden schon wissen warum.


Meine Kabine befindet sich unterhalb der Fahrzeugdecks und ist über eine lange steile Treppe zu erreichen. Die Ausstattung ist – , sagen wir mal -, rustikal. Die Eingangstüre ist stark verzogen, weshalb ich auch bei geschlossener Tür auf den Gang schauen kann. Starke Kalk- und Rostspuren in der Dusche können meinen Eindruck von der Kabine nicht verbessern. Naja, es ist ja die letzte Nacht, die bekomme ich schon rum. Vielleicht sollte ich möglichst lange oben auf dem Schiff verbringen. Einen direkten Aufgang gibt es nicht, dass heißt ich muss die Treppenaufgänge auf dem Weg nach oben wechseln. Ganze neun Decks sind zu erklimmen, bevor es einen Weg nach draußen gibt. Während ich die verschiedenen Stockwerke zu Fuss hinter mir lasse, wird mir auch klar, warum die Außenkabinen nicht mehr verfügbar waren. Überall wimmelt es von Partygängern, die sich auf ihre Partynacht an Bord vorbereiten. Draußen ist es ruhiger, weil kälter 🙂 Beim Ablegen in Oslo kann ich noch einige wenige Fotos machen, dann verziehe ich mich in meine Kabine und versuche zu schlafen.

Die Ankunft in Hirtshals ist für 7:30 Uhr geplant, aber vorher gibt es das Frühstücksbuffet. Diese Nacht war übrigens die beste aller Schiffsübernachtungen der Reise. Die Kabine war ruhig, kein spürbarer Seegang und die Koje die bequemste von allen. Das stimmt mich, trotz des schlechten Zustands der Kabine, etwas versöhnlich. Auf dem Weg zum Frühstück begegnen mir die letzten Nachtschwärmer mit Bier oder Sekt in der Hand. Dafür ist es am Buffet erstaunlich leer. Wahrscheinlich schlafen die alle noch ihren Rausch aus 🙂
Obwohl der Hafen schon seit einer Stunde zu sehen ist, legen wir pünktlich um 7:30 Uhr in Frederikshavn an. Für mich geht es jetzt direkt auf die Piste und acht Stunden später bin ich wieder Zuhause.

Das war also meine spontane Winterreise auf die Lofoten. 😀

Noch etwas Statistik:
6 Übernachtungen im Bus
5 Übernachtungen auf Schiffen
2860 Kilometer mit dem Bus
2140 Kilometer mit Schiffen
248 Liter Diesel davon ca. 20 Liter für Standheizung
5.000 Fotos

Danke, dass Ihr den Bericht so lange begleitet und kommentiert habt 😀
LG Gerhard

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2 Gedanken zu “Vier Schiffe und ein Bus – 37

  1. Danke für die tolle Reise auf die du uns mitgenommen hast! Es hat Spaß gemacht deine Beiträge zu lesen und deine fantastischen Bilder zu sehen!

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