Vier Schiffe und ein Bus – 31

Heute muss ich packen. Für die zwei Tage auf dem Postschiff brauche ich nicht nur mein Foto- und IT Equipment, sondern auch ein paar Klamotten und etwas zum Essen. Draußen regnet es jetzt ab und zu, was natürlich sofort für eine triste Stimmung sorgt. Auf den Hauptstraßen ist das Eis komplett verschwunden. Dazu sind in der vorletzten Nacht kleine Kolonnen von Schneepflügen über die E10 gebraust und haben unter einer unglaublichen Geräuschkulisse das Eis von der Straße gekratzt. Jetzt kommt auch wieder der bisher in geringen Mengen gestreute Splitt ins Spiel. Der bildet zusammen mit dem Regenwasser einen grauen Schlamm auf der Fahrbahn, der in alle Ritzen der Fahrzeuge eindringt. Auch fünf Wochen nach der Reise, mehreren Autowäschen und einer langen Regenfahrt von Italien nach Deutschland läuft der graue Dreck immer noch aus allen Ritzen vom Bus. Dafür sind alle Nebenstraßen spiegelglatt. Zufrieden stelle ich fest, dass ich bislang großes Glück mit dem Wetter hatte, denn jetzt ist alles grau in grau.
In Svolvaer fahre ich rüber zu den Trockengestellen. Diese hatte ich ja schon bei der Einfahrt mit dem Postschiff gesehen. Natürlich stehen auch hier bereits Kleinbusse mit Fotografengruppen. Wo sich im Sommer die Spatzen tummeln, hängen jetzt die Fischkörper. Der Trocknungsprozess ist schon fortgeschritten und man kann deutlich sehen, das sich die Schuppen von der Haut lösen.

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