Vier Schiffe und ein Bus – 18

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Allmählich wird es für mich Zeit das Auschecken vorzubereiten. Meine Kabine musste ich bereits um 12 Uhr bei der Ankunft in Bodø räumen. Das Gepäck konnte ich in der Zwischenzeit im Gepäckraum direkt neben der Rezeption unterbringen. Die Einfahrt nach Svolvaer lasse ich mir allerdings nicht entgehen. Die Trockengestelle an der Hafeneinfahrt sind mit Fisch gefüllt, – So etwas wollte ich ja hier auf den Lofoten unbedingt sehen. Laut Wetter App sollte in Svolvaer ab 21 Uhr Schneefall einsetzen und genau so ist es. Kaum haben wir angelegt fängt es an zu schneien.

Mit dem Auffinden des Fahrzeugdecks tue ich mich etwas schwer, sodass ich einen zweiten Anlauf von der Rezeption aus starten muss. Vor der schweren Stahltüre warten bereits mehrere Personen auf Einlass ins Autodeck. Als sich die Tür öffnet, sehe ich sofort meinen Bus. Er steht genau gegenüber der Laderampe und der Schlüssel liegt auf dem Scheibenwischer. Nachdem ich das Gepäck durch die Fahrertür gewuchtet habe, darf ich noch zwei Fotos machen um dann sofort in den Fahrstuhl zu fahren. Draußen auch noch schnell ein Foto, bevor der nächste Wagen raus will und dann runter vom Kai. Neben der Magic Ice Ausstellung parke ich an der Hauswand und starte die Standheizung. Draußen tobt mittlerweile ein kleiner Schneesturm.

Nach der Ausfahrt der Finnmarken mache ich mich auf, einen Übernachtungsplatz zu suchen. Eigentlich stand ja Nordlicht auf meinem Plan, aber bei dem Schneetreiben kann ich das wohl vergessen. Während den Vorbereitungen hatte ich mir den Parkplatz an der Lofot Kathedrale ausgeguckt und ich bin froh als ich durch den Schnee die Kirche endlich sehe. Aber der Parkplatz ist mit meterhohen Schneebergen belegt und mittendrin ein Auto, – also weiter suchen. Die Fahrerei ist sehr anstrengend, denn zum einen ist es dunkel und im Schneetreiben beträgt die Sicht nur noch 10 Meter. Wegen der hohen Schneewälle links und rechts der Fahrbahn kann ich nur auf der Fahrbahn anhalten um mich zu orientieren. Rechts ranfahren ist unmöglich, zum Glück sind nur sehr wenige Fahrzeuge unterwegs. Weil weitere Plätze ebenfalls nicht anzufahren sind, fahre ich schließlich weiter bis nach Henningsvaer. Unterwegs muss ich anhalten und die Frontscheibe frei kratzen, denn der Schnee gefriert am Bus sofort. So intensiv habe ich Schneefall noch nicht erlebt. In Henningsvaer stelle ich mich auf den großen Platz direkt am Hafen, der im Sommer für Wohnmobile vorgehalten wird. In der Fischfabrik gegenüber wird offenbar noch gearbeitet, aber ich richte mich jetzt für die Nacht ein. Während ich versuche einzuschlafen, wird der Bus von Böen hin und her geschüttelt, begleitet vom Prasseln der Schneegraupel. Die Heizung läuft auf Stufe 3 durch und sorgt im Bus für angenehme Temperaturen.

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