Vier Schiffe und ein Bus – 7

An der Touristenformation Halden, direkt neben der Autobahn, hole ich am Automaten noch etwas Bargeld und kaufe als Souvenier eine Weihnachtskugel. Auf der E6 geht es wieder Richtung Oslo. Im Internet hatte ich bereits gelesen, das die Osloer Tunnel in den nächsten Jahren saniert werden. An der Autobahn wird schon sehr früh auf eine mögliche Umleitung über die E18 hingewiesen. Die Verzögerung durch die einspurige Verkehrsführung hält sich zur Mittagszeit jedoch in Grenzen. Anders die Mautstellen, die werden jetzt zahlreich durchfahren. Gefühlt sind die Preise höher als im letzten Jahr, -mal 20 NOK, dann 32, danach wieder 20. So geht das auf der E6 noch eine Weile weiter so. Für mich fällt die Rechnung nicht ganz so hoch aus, denn am Kolomoen Abzweig verlassen ich die E6 und fahre auf der Straße 3 weiter nach Elverum und dann Richtung Norden. Die Straße ist gut ausgebaut und ich entgehe möglicherweise dem Kolonnenverkehr über das Dovrefjell. Womit ich nicht gerechnet habe sind die Vorbereitungen für die NATO Übung Cold Response. Diese machen sich in Form von langsam fahrenden Militärkolonnen bemerkbar. Einige wenige Autofahrer wagen Überholversuche, die sie aber abbrechen und ihre Fahrt nun zwischen zwei Panzern fortsetzen. ZWISCHEN zwei Panzern?, – da fahr ich lieber hinterher. Nach 20 Kilometern verlässt der Militärkonvoi die Straße in Richtung Bahnverladung und der zivile Verkehr kann seine Fahrt wieder ungehindert fortsetzen. Die erste Pause mache ich am späten Nachmittag im Østerdalen, aber auch nur, weil ein riesiger silbern glänzender Elch am Straßenrand steht. Dieser ist im Oktober 2015 mit einer Höhe von 10,3 Metern als Welt größter Elch aufgestellt worden, – hergestellt in China. Auf jeden Fall ist er ein toller Blickfang für den Rastplatz.

Die Straße gewinnt allmählich an Höhe und erreicht mit 733 ü.NN. den höchsten Punkt. Kaum ist die Sonne untergegangen, setzt Schneefall ein. Ich fahre deshalb den nächsten Parkplatz an und richte mich zum Übernachten ein. Eigentlich wollte ich erst auf der E6 übernachten aber der stärker werdende Schneefall hält mich davon ab. Die Standheizung läuft die Nacht auf Stufe 1 durch und heizt gut. So bemerke ich gar nicht dass sich der zuvor leere Parkplatz mit LKW füllt.

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3 Gedanken zu “Vier Schiffe und ein Bus – 7

  1. Hallo Gerhard, wieder ein interessanter Beitrag aus der Reihe. Was mir beim Lesen eben auffiel: grundsätzlich finde ich dieses schlichte und dunkle Design deines Blogs echt schick! Allerdings – und das mag jetzt auch persönlich sein – habe ich beim Lesen Probleme. Dieses diagonale Linienmuster am Rand und dann die Schrift, die sich fast ein bisschen zu wenig vom Hintergrund abhebt – da bekomme ich ganz schöne Umdrehungen im Kopf. Alles dreht sich. Die Konzentration auf den Text fällt schwer… Vielleicht willst du das ja mal überdenken?!
    Vielleicht aber auch nur ein persönliches Problem meinerseits.
    Wie auch immer: gute Reise und viel Spaß!
    Mario

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