Herbstreise zum Nordlicht (1)

Norwegen ist bei unseren Familienurlauben seit einiger Zeit eine feste Größe. Die beeindruckende und vor allem abwechslungsreiche Landschaft zieht uns magisch an. Bei fast allen Reisen entstand auch das ein oder andere Eisenbahnfoto, wobei ich mich mit Rücksicht auf die mitreisenden Familienmitglieder bei meinen kurzen Eisenbahnexkursionen immer sehr zurück gehalten habe. Mit Ausnahme zweier Dienstreisen lag die übliche Reisezeit irgendwo zwischen Ende Juni und Anfang August.

Diverse Fotos aus Norwegen mit schneebedeckten Bergen und dazu vielleicht auch noch Nordlicht haben mich fasziniert. Ich muss zugeben, dass der ein oder andere Reisebericht hier im Forum mich so sehr beeindruckt hat, dass ich mir irgendwann sagte „das will ich auch mal machen“.

Also hab ich zunächst mal einen passenden Termin gesucht. Flüge ausgewählt und Mietwagen Angebote verglichen. Je näher der geplante Termin rückte, umso teuerer wurden die Flugtickets. Außerdem macht sich meine Frau Sorgen, angesichts meiner Reisepläne. Eine unerwartete, hohe Investition Zuhause setzte meinem Plan schließlich ein Ende. Nix mit Winter und Nordlicht in Norwegen.

So ganz ging mir das Nordlicht allerdings nicht aus dem Kopf. Ende September könnte ich vielleicht ein paar Überstunden abbauen und Nordlicht soll es um die Zeit ja auch schon geben. Weil die Vorbereitungen diesmal recht kurzfristig waren, fragte ich mal beim Wohnmobilhändler meines Vertrauens wegen einem kompakten Reisemobil an. Die geplanten 10 Tage waren allerdings recht teuer und es hätte eine Kilometerbegrenzung gegeben. Aber bei 15 Tagen Mietzeit sank der Gesamtpreis und die Kilometer waren frei. Das hörte sich gut an, zumal es bei dieser Reisevariante kein Gepäcklimit gab und die Übernachtungsfrage auch geklärt wäre.

Am 21.09.2011 machte ich mich Mittags direkt von der Arbeit auf den Weg zum Nordlicht. Die Fahrt mit dem Fiat Ducato ging flott voran, bei den großen Brücken war lediglich die PKW Maut zu zahlen, und der Kraftstoffverbrauch war mit 10 Litern/100km auch OK. Irgendwo auf einem Parkplatz vor Nyköping verbrachte ich die erste Nacht in Schweden.

Am nächsten Morgen zeigte sich der Unterschied zu den Reisen mit Familie. Aufstehen, Kaffee kochen, Waschen und Frühstücken waren so schnell erledigt, dass ich bereits kurz nach 7:00 Uhr wieder auf der E4 fuhr. Stockholm, Gävle und Sundvall ließ ich trotz Sonnenscheins links liegen.


Das angepeilte Ziel Lulea hab ich an diesem Tag nicht erreicht. Denn dichte Nebelbänke zogen nach Sonnenuntergang auf, sodass ich die Etappe bei Skelleftea beendet haben.

Freitag, 23.09.2011
Gegen 7:00 Uhr setzte ich meine mobile Unterkunft in Bewegung und fuhr weiter Richtung Norden. Unterbrochen wurde die Fahrt nur von zahlreichen Tankstopps und etwas wlan Nutzung bei McDonalds. Getankt habe ich ausschließlich an Automaten, die haben allerdings nur eine begrenzte Menge Kraftstoff ausgegeben, daher die vielen Tankstopps. In Lulea gabs das erste Mal einen richtig vollen Tank. Nebenan bei McD habe ich schnell die Wetterberichte geladen und ein paar eMails verschickt. Dummerweise habe ich die „dagliga grafer“ vergessen, aber dass werde ich erst später bemerken.

In Lulea hab ich auch die ersten Erzzüge gesehen und voller Freude total vermurkste Fotos geschossen. Die mit der T44 Rangiereinheit waren nicht ganz so schlimm….

Im letzten Jahr sind wir bei unserer Fahrt zu den Lofoten auf der E 10 nach Kiruna gefahren, deshalb bin ich diesmal früher nach Westen abgebogen und habe die Route über Gallivare gewählt. Ursprünglich wollte ich Streckenaufnahmen an der Erzbahn machen, aber außer einem kurzen Stop am Kreuzungsbahnhof Gransjo bot sich wegen des Wetters nichts an.


Gelohnt hat sich dieser Umweg nicht, denn es hat ohne Unterbrechung geregnet. Nur bei Gallivare fiel kein Regen, – da hat es geschneit.

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