Bahn fahren


Im Januar steht der jährliche Besuch der Main Metropole im Kalender. Der Termin kann langfristig geplant werden und weil die Reise möglichst stressfrei vonstatten gehen soll, nutzen wir das Angebot vom Marktführer im Schienengebundenen Reiseverkehr. Die DB Bahn bietet dazu auf ihrer Internetseite, – die wirklich gut und informativ ist -, die Möglichkeit der Online Buchung. Also zwei Monate vorher das Ticket für Hin- und Rückfahrt einschließlich Platzreservierung gebucht. Nachdem wir virtuell die Hose runterließen und zusätzlich noch unsere Bankdaten preisgaben, hielten wir nach kurzer Zeit ein selbst gedrucktes Bahnticket in den Händen. Irgendwie begeistert mich der Onlinekauf und ich schwärme auch im Kollegenkreis gern davon.

Problematischer wird es, wenn man die bezahlte Leistung bei der DB Bahn in Anspruch nehmen möchte.
Vor drei Jahren war dies noch völlig Problemlos möglich. Im letzten Jahr allerdings, verspätete sich „unser“ ICE um gerade mal 2 Stunden. In der Folge waren alle anderen Züge auf der Strecke hoffnungslos überfüllt. Unser Reiseerlebnis spielte sich dadurch auf dem Koffer sitzend im Seitengang eines IC-Waggons ab.

In diesem Jahr waren wir etwas schlauer! Vor der Fahrt zum Bahnhof schnell auf http://www.bahn.de nachgeschaut, denn dort befindet sich auf der Hauptseite ein Button „Verspätungen“.
Hurra, – unser ICE verspätet sich diesmal nicht! – ER FÄLLT KOMPLETT AUS…..:-(

Für einen klitze kleinen Moment dachte ich „bestimmt haben wir eine Mitteilung per sms oder eMail bekommen“, schließlich mussten wir ja Telefon und eMail bei der Bestellung angeben. Naja, ihr ahnt es schon, es war nichts mit eMail oder SMS.
Die Hotline der DB Bahn empfahl uns, den ICE um 8:16 Uhr zu nehmen. So schnell wären wir selbst mit WARP Antrieb nicht zum Bahnhof gekommen.

So begann auch in 2011 unser Wochenendausflug nicht im gebuchten und bezahlten ICE sondern ohne Platzreservierung im langsamen InterCity. Das geplante Frühstück in Frankfurt ist somit wieder ausgefallen.

Ich habe allerdings auch Zeiten erlebt, in denen ich mit der Bahn einen Monat lang jeden Tag im Fernverkehr deutschlandweit ohne Verspätung unterwegs war.
1982 – mit dem Tramperticket.

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