Adolfkanone

Die Adolfkanone befindet sich innerhalb eines militärischen Sperrgebietes und kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Wir müssen nur noch gute zweieinhalb Stunden bis zum nächsten Termin warten, – denn vor 15 Minuten begann die letzte Führung…. Also bleiben wir auf dem Parkplatz stehen, ordnen uns ein wenig und bereiten das Mittagessen zu. Als wir am Essen sind kommt ein junger Soldat zu uns und erklärt, dass wir hier nur 5 Minuten Stehen dürfen. Wir sollten hinunter zur alten Kirche fahren und dort bis zur Führung warten. Das machen wir auch brav, um nach 20 Minuten wieder zur Kaserne zurück zu fahren. Dort stehen jetzt viele Autos, die auf Einlass warten. Ein älterer Herr kassiert 150 NOK für den Rundgang, dann fahren wir als Kolonne etwa einen Kilometer durch die Kaserne. Fotografieren ist übrigens erst bei der Kanone erlaubt.

Barbara, dieser Name ist am Geschützturm angeschrieben, gehört zum Atlantikwall, jener von Größenwahn gezeichneten deutschen Verteidigungsanlage des 2. Weltkriegs. Gemeinsam mit drei weiteren Geschützen bildete sie die Kanonenbatterie der Festung Trondenes. Die weitläufige Anlage besteht aus unterirdischen Munitionslagern, Befehlsstand, Kraftwerk und Räumen für die Wachmannschaften. Die Kanonen sind ursprünglich für Schlachtschiffe gebaut worden. Mit dem Kaliber 40,6 cm gehören sie zu den größten landgestützten Kanonen der Welt.
Die Reichweite mit einer 1000 Kg Sprenggranate betrug 42 Kilometer, die 600 Kg Granaten flogen 56 Kilometer weit. Der erste Schuss wurde übrigens erst im Jahr 1951 abgegeben, dabei sollen im Umkreis von 4 Kilometern die Glasscheiben zu Bruch gegangen sein. Die Anlage war bis 1961 ein Teil der norwegischen Küstenartillerie. Heute wird die Anlage von ehemaligen Soldaten aus Trondenes erhalten.
Alle Einrichtungen sind so gut erhalten, dass man jeden Moment die deutschen Soldaten erwartet.

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